"frei"-berufler

"frei"-berufler

Freiberuflerin, oder Hausfrau mit drei Jobs, Kind, Mann und Hund? Ja, was bin ich denn? Ein Tag vergeht wie im Flug, ist ausgefüllt bis zum Rand und trotzdem bleibt die Frage: "Was habe ich heute eigentlich gemacht?" Also....




Montag, 30. August 2010

Projekt 180 (1)

Bei einem Einkaufsbummel mit meiner Tochter sah ich sie, die ultimative, wunderschöne, jeansblaue Lederhandtasche für den Herbst. Nachdem ich sie ausgiebig inspiziert hatte, atmete ich einemal tief ein und aus und ließ sie an ihrem Platz stehen, aber der Virus war gesetzt. Rein zufällig stand ich ein paar Tage später wieder vor der Tasche und diesmal war das Kaufbedürfnis übermächtig. Handtasche plus passendes Portemonnaie kamen in meinen Besitzt. Dabei hatte ich mir doch erst vor ein paar Tagen eine sehr schöne und vielfach bewunderte Handtasche genäht, sowie ich ohnehin nicht über einen Handtaschenmangel klagen kann und auch ständig neue Handtaschen nähe. Wieder ein paar Tage weiter kommt mein Mann freudestrahlend mit meinem Geburtstagsgeschenk um die Ecke. Oh, eine Handtasche. Natürlich super schön, denn er hat einen guten Geschmack, aber für meinen Geschmack hatte ich gerade einen Handtaschenstau.
Überhaupt stauen sich z.Z. nicht nur Handtaschen in meinem Haushalt. Ich bin eine leidenschaftliche Discount-Schnapperin: „Schau, was für schöne Kerzen, braucht man doch immer und den Malkasten mit den Stiften nehme ich mal auf Vorrat mit, sonst bekommt man ihn nicht so billig. Dies und das ist aber …… schön ….. praktisch ……. günstig oder was auch immer. Ich nehme es mal besser mit.“ Und schon wird aus einem fünfzehn Euro Eier-Mehl-Milch-Kartoffel-Einkauf ein fünfzig Euro Konsum-Einkauf. Von der heimlichen Freude, wenn der Tchibo-Katalog in der Post liegt, oder dem zwanzigsten Blüschen von H&M, was nach drei Wäschen auseinander fällt, von kleinen asiatischen Kinderhänden in Nachtarbeit gefertigt wurde und mir nichtmal richtig passt, möchte ich hier nicht reden. Und neulich war ich auf eine Tupperparty, nein, dazu sage ich jetzt wirklich nichts mehr.
Es ist verrückt. Ich habe wirklich alles was ich brauche. Unser Haushalt ist komplett, der Keller randvoll, die Kleiderschränke bersten. Ich beginne mit dem heutigen Tag eine Konsumdiät. Was das genau ist, bzw. wie ich sie definiere und umsetzen möchte und warum das Ganze „Projekt 180“ heißt, darüber berichte ich hier im Blog. Morgen geht es schon weiter.
Liebe Grüße
balba