"frei"-berufler

"frei"-berufler

Freiberuflerin, oder Hausfrau mit drei Jobs, Kind, Mann und Hund? Ja, was bin ich denn? Ein Tag vergeht wie im Flug, ist ausgefüllt bis zum Rand und trotzdem bleibt die Frage: "Was habe ich heute eigentlich gemacht?" Also....




Dienstag, 19. Januar 2010

Haiti


Jeder hat so seine eigenen Fernsehgewohnheiten, sofern er/sie denn Fernsehen schaut. Bei uns ist es so: Egal was wir am Abend so wurschteln, spätestens um viertel vor zehn treffen mein Mann und ich uns zum Heute Journal im Zweiten.
Seit Tagen werden die Nachrichten von der fruchtbaren Katastrophe in Haiti beherrscht. Haiti, ein von der Natur beschenkter Flecken Erde, warm, fruchtbar und wunderschön und von den Menschen ausgebeutet und ausgeblutet. Schon vor dem Erdbeben war Haiti ein armes, von vielen Hungertoten gezeichnetes Land, von Potentaten gnadenlos ausgebeutet, von Weltmarktzockern, die an den Börsen dieser Welt um Grundnahrungsmittel feilschen und dabei die Preise unnötig und verantwortungslos in die Höhe treiben, in den Hunger getrieben. Diesen Tatsachen wurde wenig Beachtung geschenkt, in den Medien. Bilder einer vollkommen zerstörten Welt, einzelne Gliedmaßen die aus einer Baggerschaufelhängen, blutende Menschen, verzweifelte Kinder sind da weitaus telegener.
Ich möchte die Medien nicht dafür verurteilen dass sie Bericht erstatten. Das ist ihr Auftrag. Aber die meisten Menschen sind durchaus in der Lage die Tragik der Situation zu erfassen, ohne das in jeder Nachrichtensendung zwanzig Minuten darauf herumgeritten und jedes, aber auch jedes Bild ausgeschlachtet wird. Bestimmt gibt es auch einen kleinen Anteil an Menschen, denen diese Bilder Freude machen, da sie sie von ihrem eigenen Leid ablenken und sie sich evtl. darüber freuen, dass es anderen Menschen schlechter geht als ihnen. Die meisten Zuschauer stehen den Bildern jedoch hilflos gegenüber, denn was können wir tun außer spenden? Und mit dem Spenden ist es ja bekanntlich so eine Sache. Kommt das Geld auch an? Fließt es in die richtigen Kanäle? Besonders bei einer korrupten Regierung wie in Haiti müssen solche Fragen gestattet sein. Wäre ich Arzt oder Krankenschwester, Handwerker, Psychologe, Sanitäter oder etwas Ähnliches, könnte ich evtl. meine Hilfe anbieten, sofern ich zu Hause (ohne Kind und Hund) entbehrlich wäre. Die Gläubigen unter uns können beten, aber damit sind die Mittel des Einzelnen leider erschöpft.
Ich wünsche mir von den Medien etwas mehr Pietät. Eine ausladende Berichterstattung mit viel grausamen Bildmaterial, egal ob aus Haiti, Afghanistan, Israel oder dem Gasastreifen, bewirkt bei den meisten Zuschauern nur zwei Dinge: Entweder sie schalten ab, weil sie es nicht ertragen können, oder sie stumpfen ab und schauen bei der nächsten Katastrophe nicht mehr richtig hin.

Es ist erwiesen, das positive Gedanken zu positiven Taten führen und ein Mensch, der sich – obwohl eigentlich schlecht gelaunt – zu einem Lächeln zwingt, nach einer kurzen Weile sehr viel besser gelaunt ist. Ich bin keine Esoterikerin und möchte die Welt auch nicht rosa malen, aber ein paar wenige, positive Nachrichten pro Nachrichtensendung würden uns am Abend mit besseren Gedanken ins Bett schicken. Wäre es nicht möglich, nach den aufgezählten Schrecken des Tages ein paar aufmunternde Berichte, z.B. über Menschen mit Zivilcourage, gelungene Entwicklungshilfe oder Wiederaufforstungsprojekte im Regenwald zu berichten? Ich fände das gut.
Heute geht man ins Bett mit dem Gedanken: „Ach, ist ja wieder alles schrecklich in der Welt“, und dabei denkt man gleich noch an die ganzen eigenen Probleme. Nach ein paar positiven Nachrichten würden wir vielleicht vor dem Schlafengehen noch darüber nachdenken, wie wir selber unsere Welt ein kleines Bisschen verbesser könnten.
Schlaft gut
Euro balba

Samstag, 9. Januar 2010

Ein fetter rosa Cadillac



Zwischen den Tagen las ich die Biographie von Mary Kay Ash, einer Pionierin bei der Karriereförderung von Frauen. Selber in den vierziger und fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts alleinerziehend, kämpfte sie sich durch allerlei Männerjobs, brachte damit ihre Familie durch, ärgerte sich aber sehr darüber gegenüber den männlichen Gehältern und Provisionen benachteiligt zu sein. Als sie einmal mehr bei einer Beförderung übergangen wurde und dann auch noch erfuhr, dass ihr neuer Direktor das doppelt von dem verdiente was ihr angeboten wurden, hätte sie den Posten bekommen, hatte sie die Nase voll. Sie stieg aus und gründete ihr eigenes Unternehmen. Sie hatte Erfolg und wohnte fortan nicht nur in einem rosa Haus, sondern führ auch einen dicken, fetten, rosa Cadillac und sie ermöglichte es allen ihren Direktorin ab einem bestimmten Jahresumsatz ebenfalls einen rosa Cadillac als Dienstfahrzeug zu fahren. Das ist bis heute so geblieben. Auf die Frage eines jungen Reporters: „Finden sie es nicht albern ihre Mitarbeiter in rosa Cadillacs durch die Gegend fahren zu lassen?“ Antwortete Mary Kay: „Nun, welche Farbe hat Ihr Dienstwagen?“
Er war noch auf sein Fahrrad angewiesen.
Egal ob rosa oder grün, ein Dienstwagen ist die sichtbare Anerkennung für gute Leistungen und ein rosa Cadillac ist zudem auch eine Ideologie, neben sehr guten Einkommensmöglichkeiten. Leider gibt es in Deutschland nur rosa Mercedes, schade, aber nehmen würde ich ihn trotzdem. Na mal sehen. Wer mehr über die hervorragenden Produkte von Mary Kay erfahren möchte findet Informationen auf meiner Homepage: www.balba.de.

So, nun noch ein Thema was zur Zeit viele Menschen beschäftigt. Die lieben Kilos. Na, auch gute Vorsätze gefasst? Ich schon, wie jedes Jahr, aber diesmal mit Biss. Ich kann mich einfach nicht mehr sehen und ich möchte nicht weiterhin mit schlanken Freundinnen in Boutiquen stehen in denen es nicht ein einziges Kleidungsstück in meiner Größe gibt und ihnen dabei zusehen wie sie die süßesten Teile kaufen. Genauso hasse ich es wenn mein Mann sagt: „Sollen wir uns mal eben die Bilder von ………Weihnachten, Sylvester, Urlaub etc. ansehen?“ Oh grusel, das bin einfach nicht ich und die Person die ich im Vorbeigehen im Schaufenster sehe, bin ich auch nicht. Bäh!
Also, meine „Ich-habe-mit-dem-Rauchen-aufgehört“-Schonfrist ist jetzt vorbei und meine Methode sieht folgendermaßen aus (geklaut aus einigen aktuellen Diätratgebern). Morgens eine Kleinigkeit, mittags esse ich satt und alles was mir schmeckt und abends nur noch Eiweiß, also keine Kohlenhydrate. Zwischendurch ist nur Obst, Tee oder Kaffee erlaubt (insg. nicht mehr als 1400 Kal.) und mind. dreimal in der Woche wird gejoggt. So, mal sehen wie es wirkt. Ich werde berichten.

Ihr Lieben, ich wünsche Euch allen ein tolles 2010
Balba